30. Spieltag: FC Münster 05 - Westfalia Kinderhaus II 4:6 (0:2)
Eigentlich ging es um nichts mehr: Die Reserve von Westfalia Kinderhaus musste sich schon vor einigen Wochen aus dem Meisterschafts- bzw. Aufstiegsrennen verabschieden. „Null Fünf“ hat schon seit Beginn der Rückrunde keine Möglichkeiten mehr auf ein besonderes Saisonende. „Eigentlich“ war es so. Am Ende gab es dann doch eine Motivationshilfe für beide Teams. Es trafen sich das aktuell beste Rückrundenteam (Kinderhaus) und der ärgste Verfolger (Münster 05), um den Rückrundenmeister auszuspielen. Am Ende gewann Kinderhaus nach einem Schützenfest knapp, aber am Ende doch verdient mit 6:4 (2:0).
Viele Verletzungssorgen musste „Null Fünf“ verkraften. Mit Wellschmiedt, Reckermann, Meyer, Soltani, Geppert, Lattka, Reker und Reinermann fielen acht Stammkräfte aus. So stellte sich die Mannschaft von selbst auf. Tschöpel ersetzte Reckermann auf der Liberoposition, Lackenberg kam für Lattka und Bohlen trat in die Fußstapfen von Till Meyer auf der „10“. Die Anfangsphase gehörte den Kinderhausern, die schnell und direkt in die Spitze spielten. Erst nach einiger Zeit gelang es den „Null Fünfern“ selbst aktiv ins Spielgeschehen einzugreifen. Soulaimane Jassab hatte auch die erste Gelegenheit. Bei Kinderhaus war vor allem das Spiel über die Flügel gefährlich. So führte auch ein Angriff über die rechte Seite zum 1:0. Nachdem ein Gästespieler an der Torauslinie bis in den Strafraum dribbelte, kam der Ball scharf in die Mitte, wo ein Kinderhauser nur einzuschieben brauchte. Nach dem ergebnisbezogenen Rückschlag gab es auch noch einen weiteren Wehrmutstropfen. Malte Limbrock, der überragende Mittelfeldspieler der letzten Wochen, verletzte sich im Kopfballduell so schwer, dass er ins Krankenhaus musste, wo ihm eine Platzwunde am Kopf genäht wurde. Mit dem Ausfall wurde zunächst der kontrollierte Rückzug angetreten. Kinderhaus nutze diese Phase zum 2:0. Nach einem Doppelpass stand ein Gästespieler alleine im Strafraum und ließ Keeper Schubert keine Chance. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause.
Nachdem Dennis Bergfort in seinem letzten Spiel als „Null Fünf“-Trainer nochmals alle Spieler in die Pflicht genommen hat, startete die zweite Hälfte furios. Nach nur 30 Sekunden hatte „Soulman“ Jassab den Anschluss auf dem Fuß. Sein Schuss wurde vom starken Keeper pariert. Im direkten Gegenzug erzielte Kinderhaus das 3:0. Mit diesem Rückstand musste „Null Fünf“ nur kurz leben. Nachdem sich „Soulman“ Jassab im Strafraum durchsetzte, erzielte er den 1:3-Anschlusstreffer. Der Treffer sorgte zwar für einen Weckruf, der sich besonders auf das jetzt bessere Zweikampfverhalten der „Null Fünfer“ auswirkte. Allerdings konterte Kinderhaus an diesem Tag blitzsauber und erzielte so zwei weitere Treffer, die nahezu alle Hoffnungen auf den Rückrundentitel für „Null Fünf“ schwinden ließ. Die Moral der „Null Fünfer“ blieb aber ungebrochen. Nach einem Flugkopfball von Süsser und zwei schön geschlenzten Schüssen in den Winkel durch Sorge und Hasselmann stand es urplötzlich 5:4. Erinnerungen an das Spiel gegen Bösensell wurden wach, als „Null Fünf“ selbst eine 5:1-Führung in der zweiten Hälfte aus der Hand gab. Mit der letzten Kraft war man alles nach vorne. Selbst Keeper Schubert belagerte bei zwei Eckbällen den gegnerischen Strafraum. Doch die Saison endete mit einer Niederlage. Ein letzter Konter wurde von Kinderhaus verwertet und so stand am Ende die 4:6-Niederlage fest.
Am Ende feierte „Null Fünf“ trotzdem. Eine erfolgreiche Rückrunde wurde zwar nicht gekrönt, aber stolz konnte man trotzdem nach der blamablen Hinrunde auf das Erreichte sein. In der zweiten Kreisliga-B-Saison belegt „Null Fünf“ am Ende den achten Platz. Mit einem ausgeglichenen Verhältnis von 11 Siegen, 11 Niederlagen und 6 Unentschieden und einem Torverhältnis von 72:58.
Aufstellung: Schubert – Tschöpel – Ferber, Glöckner (Hallbach, 74. Minute) – Sorge, Lackenberg, Limbrock (Lange, 22. Minute, Heeke, 83. Minute), Süsser – Bohlen – Jassab, Hasselmann
Tore: 0:1 Kinderhaus (18. Minute), 0:2 Kinderhaus (33. Minute), 0:3 Kinderhaus (48. Minute), 3:1 Jassab (53. Minute), 4:1 Kinderhaus (59. Minute), 5:1 Kinderhaus (63. Minute), 5:2 Süsser (69. Minute), 5:3 Sorge (74. Minute), 5:4 Hasselmann (83. Minute), 6:4 Kinderhaus (90. Minute)